Die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie ist eine der wichtigsten und bewegendsten Zukunftsfragen. In nahezu allen Lebensbereichen rückt dieser Megatrend immer stärker in den Fokus. Dem muss sich auch die Kommunikationsbranche stellen.

„Nichts ersetzt einen Live-Event!“, so lässt sich in einem kurzen Satz die große Bedeutung und Wirkung von Live-Kommunikation beschreiben.

Doch die durch die Pandemie entstandenen Reise- und Meeting-Restriktionen haben zu einem Zusammenbruch der Eventindustrie und gleichzeitig zu einem Boost der digital gestützten Kommunikation geführt. Zoom, MS-Teams und Bluejeans als weltweite „easy-to-use“ Videokonferenzsysteme ebenso wie digitale Interaktionstools wie Mural oder Collaboard stehen stellvertretend für Softwarelösungen, die dabei helfen, die weltweite „Zwangsdigitalisierung“ in geordnete Bahnen zu lenken.

Die Möglichkeit der Kommunikation im virtuellen Raum hebt geografische Grenzen scheinbar auf.

Reisen zu Events nicht länger nötig! Ist das so?

Was sich für die Dekarbonisierung der Welt absolut positiv auswirkt, ist ein Schock vor allem für die Reise- und Veranstaltungsindustrie. Hunderttausende Arbeitsplätze sind gefährdet. Aber es geht nicht um das Eine oder das Andere. Es geht nicht um Ökologie oder Ökonomie. Es geht darum, sinnvolle Antworten und Lösungen darauf zu finden, wie beide Themenkomplexe sinnvoll miteinander zu verbinden sind.

Wirtschaft und Gesellschaft haben gelernt: Digitalisierung hilft. Sie hilft, handlungsfähig zu sein und zu bleiben – auch in Krisenzeiten.

Blitzschnell haben sich neue Formate für Kommunikation entwickelt und diejenigen, die die Augen vor der notwendigen Veränderung nicht verschlossen haben, erkennen die große Chance, die „auch“ in der digitalen Kommunikation steckt.

Entscheidend ist das „auch“! Das „New Normal“ in der Event-Kommunikation zeigt sich dann auch glasklar: Es liegt in der Verbindung der Vorteile und Möglichkeiten der Online-Kommunikation mit den einzigartigen Stärken der Live-Kommunikation.

Die Mischung macht‘s

Und während die technologische Entwicklung weiterhin exponentiell voranschreitet, bleibt der Mensch doch recht linear in seiner Entwicklung. Seine Grundbedürfnisse ändern sich nicht. Im Gegenteil: In Zeiten von Social Distancing ist das Bedürfnis nach Zusammenhalt, Stärke, Zugehörigkeit, Sicherheit und Selbstwertgefühl eher noch gewachsen. Die Befriedigung emotionaler Bedürfnisse gewinnt insbesondere in der Distanz an Bedeutung.

Die intensive Erfahrung aus einem Jahr voller Wandel zeigt: Es müssen nicht zu jeder Management-, Team- oder Projektsitzung Menschen aus aller Welt eingeflogen werden. Unter den Gesichtspunkten Umwelt, Zeit und Kosten ist das nicht mehr zeitgemäß. Ganze Fabriken werden mittlerweile z.B. mit HoloLens Verfahren – also quasi „remote“ – eingerichtet. Videokonferenzen sind hier also das effiziente und nachhaltige Gebot der Stunde. Aber Videokonferenzen sind keine Digital Events und schon gar nicht mit der Wirkung von Live-Events zu vergleichen. Sie entfalten keine emotionale Wirkung.

Die Nutzung der digitalen Möglichkeiten führt dazu, dass Kommunikation umfassender, aktueller, nachvollziehbarer und langfristig noch viel involvierender werden kann. Aber nur in der Verbindung mit der Begegnungskommunikation – live und vor Ort – kann die volle Wirkung bei den Menschen entfaltet werden.

Es sind die Emotionen, die den Unterschied machen. Das echte, ungefilterte Erlebnis „zum Anfassen“. Das sichere und motivierende Gefühl, aktiver Teil einer Gemeinschaft zu sein, entsteht nur mit der unmittelbaren Erfahrung.

Im Zeitalter des „New Normal“ werden Kommunikationskonzepte – die die Verbindung von Online und Onsite, von Live und Digital und von zusammenhängenden, aufeinander aufbauenden Kommunikationsstrecken (360-Grad-Kommunikation) ermöglichen – richtungsweisende Antworten auf die drängenden Fragen nach effektiver, emotionaler und nachhaltiger Kommunikation geben. Auch und gerade vor dem Hintergrund ökologischer und ökonomischer Aspekte.

So kann der Satz „Nichts ersetzt einen Live-Event!“ in Bezug auf die Erreichung kommunikativer Ziele leicht nachjustiert werden: „Nichts ersetzt einen Live-Event. Der Weg dorthin und der Weg danach, geht über zielgerichtete digitale Eventformate und die begleitende Kommunikation über digitale Kanäle.“

Ist gut für die Umwelt, schont den Geldbeutel, steigert die Wirkung!

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