Methoden
World-Café
Bei der World-Café Methode kommen die Teilnehmer zu einem intensiven Austausch zusammen. Die Methode sorgt dafür, dass sich die Teilnehmer schnell und ohne Berührungsängste kennen lernen und austauschen können.
In wechselnden Kleingruppen entwickeln sie jede Menge Ideen, lernen voneinander, verbinden Wissen und Erfahrungen, ziehen Resümee und planen Handlungsansätze. Im Word-Café wird vorausgesetzt, dass spezifisches Wissen bereits vorhanden ist und die kreative Vernetzung zu außergewöhnlichen und konkreten Ergebnissen führt. Durch die gezielte Rotation der Gruppen nehmen die Teilnehmer immer wieder neue, kreative Denkanstöße und Ideen mit, die sie zu anderen Themen wiederrum einbringen können. Am Ende werden die wichtigsten und bedeutsamsten Ergebnisse im Plenum vorgestellt.
Durch das Verfahren können neue Lösungsansätze erarbeitet werden, das Engagement und die Eigenverantwortung steigt und die Zusammenarbeit der Teams wird neu belebt.
Zukunftskonferenz
Die Zukunftskonferenz bearbeitet kulturellen Themen, Werte und prozessuale Themen, um ein konkretes und gemeinsames Zukunftsbild zu entwickeln. Daran anknüpfend können konkrete Maßnahmen und Initiativen zu dessen Umsetzung erarbeitet werden. Ein kraftvolles Werkzeug, um in einem strukturierten Verfahren in größeren Gruppen mit unterschiedlichen Interessen ein gemeinsames Ziel zu verfolgen, das allein nicht zu lösen ist.
Um das zu erreichen, wird der Fokus auf die Gemeinsamkeiten gelegt, um ein gemeinsames Fundament zu schaffen. Aus diesem Grund beginnt eine Zukunftskonferenz meist mit einem Blick in die Vergangenheit, um einen Status Quo und ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen.
Für eine Zukunftskonferenz bedarf es einen fundierten und erprobten Dialog-, Visions- und Planungsprozess.
Open Space
Die Open Space-Methode wird zu einem konkreten Leit-Thema durchgeführt. In einer großen Gruppe wird innerhalb kurzer Zeit komplexe Fragestellungen bearbeitet und Ideen gesammelt, um am Ende zu handlungsorientierten Ergebnissen zu kommen.
Innerhalb des Open Space gibt es keine feste Tagesordnung und kein festgelegtes Programm, die Teilnehmer sind in der Organisation frei. Zu Beginn beteiligen sich alle an der Gestaltung eines Arbeits- und Zeitplans. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, seine Themen, Fragen, Anliegen und Wünsche einzubringen und diese im Plenum vorzutragen. Anschließend werden einzelne Themen abgeleitet und verschiedene Arbeitsgruppen bilden sich auf der Basis von individuellem Interesse an den Unter-Themen. Der Wechsel von Gruppen ist ausdrücklich erwünscht. Denn jeder Teilnehmer sollte nur so lange in einer Gruppe, wie er etwas dazu beitragen kann.
Durch die Open Space Methode können die Teilnehmer Erfahrungen austauschen und voneinander lernen. Oftmals kommt es zu unerwarteten und innovativen Lösungen, Handlungs- und Lösungsansätzen und konkreten Initiativen.
Navigation Area
Die Navigation Area kann als eine Art Warm-Up eingesetzt werden und dient als optimaler Start in eine Veranstaltung. Es geht darum, die Teilnehmer zu aktivieren und Stellung beziehen zu lassen.
Das Prinzip ist einfach zu verstehen. Die Teilnehmer positionieren sich frei im Raum, der Moderator leitet die Session. Er stellt verschiedene Fragen, wobei die verschiedenen Himmelsrichtungen in der Navigation Area die physische Zuordnung der Antwortmöglichkeiten darstellen. Die Teilnehmer müssen sich also passend zur eigenen Meinung positionieren. im Dialog bringt der Moderator Meinungen und Positionierungen in die Gruppe. Schwellenängste werden abgebaut und das jeweilige Thema erhält Bedeutung.
Die Navigation Area leitet optimal in das Thema der Veranstaltung ein und bringt die Teilnehmer einander näher.
Brain Writing
Brainwriting ist dem Brainstorming sehr ähnlich. Der Unterschied ist der, dass die Gedanken, Ideen und Vorschläge auf schriftlichem Weg entwickelt und dokumentiert werden. Als intuitive Methode lassen sich mit Hilfe des Brainwriting viele Ideen in kürzester Zeit erzeugen. Das Ziel dabei ist es, zu einem Problem, einer Fragestellung oder einem Thema möglichst viele und gleichzeitig möglichst passende und qualitativ hochwertige Ideen zu generieren, die im späteren Verlauf nach einer Auswahl umgesetzt werden können.
Ein großer Vorteil dieser Methode ist, dass die Teilnehmer zunächst für sich, auf ihrem eigenen Papier alle Ideen und Gedanken in Ruhe notieren und entwickeln können. Dadurch wird niemand durch andere Meinungen beeinflusst und der Denkprozess wird nicht unterbrochen oder gestört. Somit bleibt auch die Anonymität der Vorschläge gewährt, wodurch die hierarchischen Personen der Teilnehmer keinen Einfluss auf den Prozess haben und auch die Ideen von introvertierten Personen genutzt werden können. Das bedeutet jedoch nicht, dass beim Brainwriting absolute Stille im Raum herrscht und jeder nur für sich grübelt. Wie bei anderen Kreativitätstechniken ist die Kommunikation ein wichtiger Faktor, um sich gegenseitig zu animieren und zu inspirieren.