{"id":3808,"date":"2022-08-23T22:19:00","date_gmt":"2022-08-23T22:19:00","guid":{"rendered":"https:\/\/whatwhenwhy.de\/?p=3808"},"modified":"2025-02-02T21:41:23","modified_gmt":"2025-02-02T21:41:23","slug":"die-macht-des-gesprochenen-wortes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/whatwhenwhy.de\/magazin\/die-macht-des-gesprochenen-wortes\/","title":{"rendered":"\u201eIch habe fertig!\u201c &#8211; Die Macht des gesprochenen Wortes"},"content":{"rendered":"\n<p>Lesezeit: ca. 5 Minuten<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading fw-bold\">Wie mit professionellem Speaker Coaching Fakten zu Botschaften und Botschaften zu emotionalisierenden Erlebnissen werden.<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201eIch habe fertig!\u201c Mit diesen Worten beendete Giovanni Trapattoni eine der legend\u00e4rsten Pressekonferenzen im deutschen Fu\u00dfball. Warum ich dieses \u00fcber 20 Jahre alte Ereignis nenne? Weil dieser Moment zeigt, welche Kraft und Nachhaltigkeit im gesprochenen Wort stecken kann. Eine gute Rede kann die Welt ver\u00e4ndern. Sie ist Reputationsmacher und Wegweiser. Sie kann aber auch Schaden anrichten. Gro\u00dfen Schaden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer guten Rede synchronisieren sich Gehirne. Von unterschiedlichen Personen. Und Pers\u00f6nlichkeiten. Das, was im Kopf des Speakers stattfindet, die Denkmuster, Ideen, Konzepte, aber auch die Emotionen, die Begeisterung und die Leidenschaft, \u00fcbertr\u00e4gt sich in die vielen Gehirne auf der anderen Seite. Auf die andere Seite der B\u00fchne oder an den Desktops und Smartphones. Dieser Ansatz nachhaltiger Kommunikation ist so alt wie die Menschheit.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Menschen folgen dem, der begeistert\u2026 und Ahnung hat.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Mit gro\u00dfer Neugier lauschte man bereits in der Urzeit den klugen und erfahrenen K\u00f6pfen einer Gruppe, die Weisheit in sich trugen. Einer, von der man pers\u00f6nlich profitieren wollte. Und konnte. Heute sitzen wir zwar nicht mehr so oft um ein Lagerfeuer und h\u00f6ren zu. Aber irgendwie doch. Heute geht man auf Konferenzen, Tagungen und Events, um von denen zu lernen, die etwas zu erz\u00e4hlen haben. Um sich begeistern zu lassen. Es liegt in der Natur des Menschen, sich auf gute Weise neu inspirieren (\u201einspiratio\u201c, lat.: \u201eEingebung\u201c) zu lassen. Das ist es, worum es in einer wirkungsvollen Ansprache geht. Inspiration und Emotion. Fakten und Gef\u00fchle. Logos und Pathos.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jeder Moment z\u00e4hlt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jede Rede, jede kleine Ansprache \u2013 sie alle haben die M\u00f6glichkeit, Kraft zu entfalten. Zu wirken. Wenn sie gut vorbereitet sind. Hat Trapattoni sich gut vorbereitet? Hat er! Seine Wutrede hat Struktur und Botschaft. Und viel authentische Emotion. Und zu den Fakten und den Emotionen (Logos und Pathos) kommt die Kraft seiner unzweifelhaften Autorit\u00e4t als erfolgreicher, charismatischer Fu\u00dfballtrainer (Ethos). So entsteht Wirkung!<\/p>\n\n\n\n<p>In den K\u00f6pfen der Zuh\u00f6rer entstehen dadurch, kraftvoll und schnell, neuronale Ver\u00e4nderungen. Das pers\u00f6nliche Erleben von Begeisterung, Leidenschaft, Expertise, \u00dcberzeugung und Vision verst\u00e4rkt die Wirkung um ein Vielfaches. \u201eWhat\u2019s in it for me?\u201c fragt sich jeder Zuh\u00f6rer bewusst oder unbewusst. Wird dies nachvollziehbar und merkf\u00e4hig beantwortet, dann entsteht Verst\u00e4ndnis. Dann entsteht Identifikation. Dann wird der Gedanke weitergesponnen. \u201eSich zugeh\u00f6rig zu f\u00fchlen\u201c ist eben etwas anderes als nur \u201edabei zu sein\u201c. Wer also mit einer Ansprache oder einem Vortrag begeistern m\u00f6chte, sollte sich immer eines bewusst machen: Die gute Vorbereitung z\u00e4hlt. Vom passenden Einstieg, \u00fcber die Aktivierung der Zuh\u00f6rer zum \u00fcberzeugenden faktischen Teil und dem abschlie\u00dfenden Blick in die \u201egemeinsame\u201c Zukunft. Die gute Rede hat das Potential, etwas nachhaltig zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Man kann ein Pferd zur Tr\u00e4nke f\u00fchren. Saufen muss es selbst.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Klingt wie eine alte Indianer-Weisheit. Ist es vielleicht auch. Der Satz z\u00e4hlt aber auch zu den goldenen Coaching-Regeln. Denn all das, worum es in einer erfolgreichen Ansprache, einer Pr\u00e4sentation oder einem Vortrag geht, kann man lernen. Sollte man lernen. Und \u00fcben. Diesen Moment, an dem alle Kameras auf einen gerichtet sind. Das Publikum jedem n\u00e4chsten Wort gespannt entgegenfiebert. Oder die Belegschaft \u00fcber Perspektiven und Ver\u00e4nderungen informiert wird. Denn es h\u00e4ngt viel davon ab. Zum Beispiel die Zukunft!<br>Die pers\u00f6nliche Reputation. Und die Glaubw\u00fcrdigkeit. Giovanni Trapattoni hat das erkannt. Seine legend\u00e4re Ansprache war letztendlich eine \u201eTurnaround-Rede\u201c. Ein klares Zeichen. Weniger in Richtung Thomas Strunz. Mit dem hatte er zu dem Zeitpunkt sowieso bereits abgeschlossen. \u201eWas erlaube Strunz?\u201c war die Warnung an den ganzen Kader, dass die Grenze erreicht ist. Ein starkes, authentisches Signal des Welt-Fu\u00dfballtrainers, dass sich die Moral eines jeden Spielers und der gesamten Mannschaft ver\u00e4ndern muss und ver\u00e4ndert werden wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder nehmen wir mal das Beispiel einer Bilanzpressekonferenz. Stellen Sie sich vor, was passiert, wenn der CFO eines MDAX-Konzerns die aktuellen Zahlen mit einer falschen Kernaussage vorstellt. Oder mit nicht koh\u00e4renten Unterbotschaften. Gepaart mit missverst\u00e4ndlichen Gesten, oder einer gelangweilten Mimik. Vor Analysten, Wirtschaftsjournalisten und laufenden Kameras. B\u00e4m. Der Aktienkurs f\u00e4llt. Oder wenn es in internen Prozessen darum geht, das internationale Management von einer neuen Strategie zu begeistern. Eine, mit der der Turnaround erreicht werden soll. Eine, die n\u00f6tig f\u00fcr den Fortbestand des Unternehmens ist. Eine, die auch an manchen Stellen weh tut. Wer will da die falsche Geste zum falschen Zeitpunkt? Wer will da keine klaren, merkf\u00e4higen Botschaften? Oder einen gelangweilten oder emotionslosen CEO auf der B\u00fchne? Oder einen CEO, der nicht ernst genommen werden kann, weil er nicht klar, \u00fcberzeugend und emotional glaubw\u00fcrdig r\u00fcberkommt? Niemand! Auf gar keinen Fall!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine Botschaft. Drei bis f\u00fcnf Unterbotschaften. Alle auf den Punkt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt wohl kaum eine bessere Verwendung f\u00fcr das Sprichwort \u201eweniger ist mehr!\u201c als bei der Vorbereitung auf eine Rede, einen Vortrag oder eine Pr\u00e4sentation. Reden m\u00fcssen nicht die Welt in Ihrer ganzen Komplexit\u00e4t erkl\u00e4ren. Sie m\u00fcssen Lust darauf machen, sich eingehend mit einem Thema besch\u00e4ftigen zu wollen. Den Zuh\u00f6rer mit auf die Reise nehmen. Und deswegen geht es immer zuerst um die knackige, gut verpackte, emotionalisierende Kernbotschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Jede Wow-Pr\u00e4sentation l\u00e4sst sich auf eine Kernbotschaft reduzieren. Muss sich auf eine Kernbotschaft reduzieren lassen. Denn die Kernbotschaft ist die Basis, auf der alles aufbaut. Nur wer sich intensiv damit auseinandergesetzt hat, wird auch einen echten Treffer landen. Und es liegt in der Natur des Menschen, dass nach drei bis f\u00fcnf ebenso knackigen Unterbotschaften, die Aufnahmekapazit\u00e4t des Zuh\u00f6rers ersch\u00f6pft ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso gilt es, sich klar zu werden, wer denn die Zielgruppe ist und welche Bed\u00fcrfnisse sie hat. Eigentlich v\u00f6llig klar, aber h\u00e4ufig missachtet: Der Aufsichtsrat braucht anders aufbereitete Botschaften als beispielsweise die Belegschaft!<\/p>\n\n\n\n<p>Giovanni Trapattoni hat Ort, Zeit und Anlass sowie die Kernbotschaft seiner Ansprache gut gew\u00e4hlt. Eine Pressekonferenz. Dieser wohl bedachte Schachzug hat daf\u00fcr gesorgt, dass seine Botschaft rund um die Welt multipliziert wurde. Mitten in Herz und Seele der eigentlichen Adressaten. Dies hat mit absoluter Sicherheit viel, viel mehr Wirkung und Strahlkraft erreicht, als es eine Ansprache in der Kabine jemals h\u00e4tte bewirken k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Management-Coaching geht es um die Fragen: Welche Kernbotschaft sollte auf jeden Fall geh\u00f6rt, verstanden und behalten werden? Welcher Anlass ist der geeignete beziehungsweise wie bereitet man sich auf den speziellen Anlass vor? Und wie kommen meine Botschaften wirklich an? Wie setze ich Gestik, Mimik und die pers\u00f6nlichen Stories richtig und effektvoll ein? Diese Kunst kann man erlernen. Der Auftritt im Rampenlicht, vor laufenden Kameras oder den Teilnehmern eines gro\u00dfen Events kann, soll und darf richtig Spa\u00df machen! Die Pr\u00e4senz und Fokussierung in diesem einen Moment. Wem das gelingt, der begeistert, emotionalisiert und mobilisiert Menschen. Nimmt die Menschen mit auf die Reise in eine gemeinsame Zukunft. Damit wird auch die F\u00fchrungsqualit\u00e4t unterstrichen. Das ist die Macht des gesprochenen Wortes. Ich habe fertig.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprechen Sie uns an!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sie wollen ihre Botschaft zu einem Erlebnis machen und perfekt in Szene setzen? Sprechen Sie uns an.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"mailto:info@whatwhenwhy.de\">info@whatwhenwhy.de<\/a> oder direkt per Telefon <a href=\"tel:+4971155042555\">+49 711 550 425 55<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch habe fertig!\u201c Mit diesen Worten beendete Giovanni Trapattoni eine der legend\u00e4rsten Pressekonferenzen im deutschen Fu\u00dfball. Warum wir dar\u00fcber sprechen? Weil dieser Moment zeigt, welche Kraft und Nachhaltigkeit im gesprochenen Wort stecken kann. Eine gute Rede kann die Welt ver\u00e4ndern. Sie ist Reputationsmacher und Wegweiser. Sie kann aber auch Schaden anrichten. Gro\u00dfen Schaden.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3825,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"blank","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[268],"tags":[121],"class_list":["post-3808","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-coaching-de","tag-coaching"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/whatwhenwhy.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3808","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/whatwhenwhy.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/whatwhenwhy.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/whatwhenwhy.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/whatwhenwhy.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3808"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/whatwhenwhy.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3808\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5261,"href":"https:\/\/whatwhenwhy.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3808\/revisions\/5261"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/whatwhenwhy.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3825"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/whatwhenwhy.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3808"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/whatwhenwhy.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3808"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/whatwhenwhy.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3808"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}